Einleitung

Das Kulturangebot hat eine hohe Bedeutung für die Standort- und Lebensqualität einer Kommune, doch die finanziellen Spielräume zur Kulturförderung sind stark begrenzt. Eine sinnvolle Kulturförderung orientiert sich deshalb an dem Ziel, die kulturellen Bedürfnisse der Bürger bestmöglich zu erfüllen. Eine verantwortliche Kulturpolitik muss bedarfsgerecht sein.

 

Kultur

 

Städteübergreifendes Kulturkonzept

Wir Piraten wollen ein städteübergreifendes Kulturkonzept. Wir sehen auch im Kulturbereich Bochum nicht isoliert, sondern als Teil des Städteverbunds im Ruhrgebiet. Es kann nicht im Interesse der Bürger sein, teure Kulturangebote in der Region in unmittelbarer Nähe mehrfach vorzuhalten und in Kauf zu nehmen, dass sie auf diese Weise nicht ausgelastet sind. Stattdessen wollen wir im städtischen Kulturkonzept vermehrt die kulturellen Angebote in den umliegenden Städten berücksichtigen und das Gespräch suchen, um langfristig das Kulturangebot ruhrgebietsweit zu koordinieren und Synergieeffekte zu erzielen.

Einrichtung eines Bürgerhauses

Durch die anstehenden Schließungen von Schulen werden Schulgebäude in Bochum freigezogen. Die Piraten Bochum setzen sich dafür ein, dass ein Schulgebäude den Bochumer Bürgern als Bürgerhaus zur Verfügung gestellt wird. ähnlich wie im Unperfekthaus in Essen oder dem Bürgerhaus Stollwerk soll es Kreativen und Schaffenden den Raum und die Möglichkeit bieten sich zu verwirklichen.

Proberäume

Bochum verfügt in naher Zukunft zwar über ein Musikzentrum, das als Spielort für die Bochumer Symphoniker zur Verfügung steht. Wenn Menschen in Bochum jedoch selbst Musik machen möchten, wird dies ein schwieriges Unterfangen. Die Wartelisten für Proberäume sind lang und oftmals erschöpft sich die Motivation selbst zu musizieren in der finanziellen Belastung und der langen Wartezeit.

Während mit dem Programm „Jedem Kind ein Instrument“ Kindern ermöglicht wird, das Spielen eines Instrumentes zu erlernen, wurde es bisher versäumt, Jugendlichen im Anschluss die Möglichkeit zu bieten, das Musizieren fortzusetzen, weil keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Um diesem Problem entgegen zu wirken, wollen wir geeignete Räumlichkeiten in nicht-genutzten städtischen Gebäuden sowie in den Schulgebäuden nach den Unterrichtszeiten als Proberäume zur Verfügung stellen.

Kunst im öffentlichen Raum

Kunst im öffentlichen Raum wird oftmals unverhältnismäßig kriminalisiert. Das wollen wir ändern! Die Stadt Bochum hat schon jetzt sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Objekte für sogenannte „Graffiti-Sprayer“ zum Gestalten freizugeben. Dies führte dazu, dass die Graffiti-Szene diese Angebote wahrnahm und künstlerisch hochwertige Bilder entstanden. Konkret setzen wir uns verstärkt dafür ein, dass weitere Objekte in öffentlicher Hand für Künstler zum Gestalten freigegeben werden.

Kunst im öffentlichen Raum wie „Streetart“ und „Graffiti“ bereichern vielfach unser Stadtbild. Eine Entkriminalisierung führt unserer Ansicht nach zu qualitativ hochwertigen Werken, von der die Gemeinschaft profitieren kann. Eine Zusammenarbeit mit den Künstlern wird angestrebt, durch Seminare und Workshops lässt sich dies sogar kostengünstig mit aktiver Jugendarbeit verbinden. Des Weiteren setzten wir uns für einen urbanen Treffpunkt ohne Konsumzwang ein.

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